Die Kraft der Superfoods

Knollen, Beeren und Nüsse sind bekannt reich an gesunden Substanzen zu sein. Sie unterstützen unsere Immunsystem, schützen unsere Zellen und können uns vor Krankheiten bewahren. Diese sogenannten Superfoods müssen nicht teuer und umweltbelastend importiert werden. Nein, sie wachsen quasi vor der Haustüre. Einige stellen sich hier vor.

Quelle: GEO Wissen Ernährung, Heft Nr.1

Brokkoli, das grüne Heilmittel

Er enthält eine Vielzahl an Substanzen die unseren Körper unterstützen, sich vor Krebs zu schützen. Einer dieser Stoffe ist Sulforaphan, eine Verbindung aus der Familie der Senföle. Im Versuch konnte gezeigt werden, dass dieser Stoff die Tumorstammzellen derart schädigt, dass sie empfindlicher auf Chemotherapie reagieren. 

Ausserdem findet man im Brokkoli besonders viele Polyphenole und hohe Mengen des Spurenelements Selen. Beide Stoffe mindern ebenfalls das Risiko für das Entstehen von Tumoren. 

Damit die Wirkstoffe beim Kochen erhalten bleiben, sollte man den Brokkoli nur leicht dünsten, dämpfen oder anbraten. 

Heidelbeere, wundersames Blau

Der Farbstoff der Heidelbeeren, die Anthocyane, wirken zellschützend und entzündungshemmend.

Als Zwischenmahlzeit während und nach dem Sport sorgen sie dafür, dass sich der Körper schneller regeneriert und freie Radikale schneller abgebaut werden.

In getrocknetem Zustand helfen die Heidelbeeren gegen Durchfall. Die enthaltenen Gerbstoffe sorgen dafür, dass die Darmschleimhaut widerstandsfähiger ist und so weniger Erreger eindringen können. 

Die meisten Anthocyane und Gerbstoffe verbergen sich in den wilden        Heidelbeeren, die durch und durch blau sind. 

Bei Kulturheidelbeeren steckt der gesunde Farbstoff nur in der Schale. 

Walnuss, Fette für das Herz

Nüsse gehören zu den fett- und kalorienreichsten natürlichen Lebensmitteln. Und dennoch, sie sind überaus gesund.

Sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken, die Gefässe schützen und so Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. 

Die Walnuss hat mit rund 70% den höchsten Anteil an ungesättigten Fettsäuren. 

Auch sie enthalten ein Polyphenol, welches eine zellschützende Wirkung hat. Ausserdem unterstützen sie mit diversen organischen Verbindungen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen; sie gelten als sogenannte Hirnnahrung.  

Die ungesättigten Fettsäuren sind sehr empfindlich und werden schnell    ranzig. Deshalb Nüsse immer kühl und trocken lagern. 

Randen, die Kraft der Knolle

Die seit Jahrtausenden kultivierte Knolle mit ihrem erdigen Geschmack enthält eine Fülle höchst gesunder Substanzen.

Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist sehr hoch.

Daneben enthalten sie den roten Farbstoff Betalaine. Dieser hat ein stark entzündungshemmende und zellschützende Wirkung.

Ausserdem enthält die Knolle viel Folsäure, welche zur Bildung von Körperzellen gebraucht wird. 

Kohl, Blatt für Blatt viel Lebenskraft

Oft verbindet man den Kohl mit deftiger Hausmannskost. Dies völlig zu unrecht, denn gedünstet als Salat oder in einem erfrischenden Smoothie setzt er sein ganzes Können frei. 

Alle Kohlsorten sind voller Vitamine, Mineralstoffe und lebenswichtiger Spurenelemente. 

Der Weisskohl, in der Variante des Sauerkrauts, ist besonders gesund. Bei der Herstellung fermentieren die Milchsäurebakterien die geschnittenen Kohlblätter. Dadurch werden die Inhaltsstoffe optimal konserviert und ihr Gehalt bleibt über Monate konstant. 

Ausserdem stimulieren die Bakterien das Immunsystem und wirken sich positiv auf die Darmflora aus. 

Leinsamen, kleine Körner ganz gross

Von den pflanzlichen Lebensmitteln haben sie den grössten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese sind mit ihrer zellschützenden, entzündungswidrigen Wirkung gut für Herz und Blutgefässe. Daneben enthalten sie viele Faserstoffe, welche für eine gesunde Darmflora sorgen. 

Damit die Fettsäuren gut aufgenommen werden, sollten die Samen vor dem Einnehmen zerstossen oder in Form von Leinöl eingenommen werden. 

Um eine möglichst gute verdauungsfördernde Wirkung zu erzielen, müssen die Leinsamen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden. Nur so können sie im Darm bis auf die dreifache Grösse aufquellen und so die Darmbewegung verstärken. Ausserdem setzen sie Schleimstoffe frei,    welche eine schützende Wirkung auf die Darmschleimhaut hat. 

Sandra Knobel - Schneider, Neudorfstrasse 41, 7430 Thusis

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